Schattenplätze im Garten – Rückzugsorte für heiße Sommertage

Wenn der Sommer mit voller Kraft aufdreht, sehnen wir uns nach kühlen Rückzugsorten im Garten. Während wir im Frühling noch jeden Sonnenstrahl genießen, sind es im Hochsommer schattige Plätze, die uns echte Erholung schenken.

Wohlfühloasen für alle Generationen

Gerade für ältere Menschen sind schattige Sitzplätze eine Wohltat. Wenn Terrasse, Balkon oder Liegeflächen nicht genug Schutz bieten, helfen feste Überdachungen, bewegliche Markisen oder elegante Sonnensegel, um der Sonne stilvoll zu entkommen.

Natürlicher Schatten – grün und clever

Wer Schatten lieber auf natürliche Weise genießt, setzt auf Pflanzen. Bäume und Sträucher spenden nicht nur wohltuenden Schatten, sondern bringen Leben, Struktur und Harmonie in den Garten – ein klarer Vorteil gegenüber künstlichen Lösungen.

Ein Dach aus Blättern – die elegante Lösung

Es müssen nicht immer riesige Bäume sein: Auch kompakte, schirmförmig wachsende Arten wie der Kugel-Trompetenbaum, Kugelahorn oder Essigbaum sorgen für angenehme Kühle und passen auch in kleinere Gärten.



Ein echtes Highlight sind Dach-Spalierbäume. Mit viel Geduld auf Bambusgerüsten geformt, wachsen sie zu lebendigen, grünen Dächern heran – ideal für stilvolle Schattenplätze auf engem Raum.


Die grüne Pergola – Schatten mit oder ohne Blüten

Nicht nur unter Bäumen lässt es sich aushalten: Auch Pergolen, bewachsen mit Kletterrosen, Glyzinen oder Weinreben, verwandeln sich im Sommer in romantische Schattenplätze mit herrlichem Blütenduft.

Schattige Plätze – gut geplant

Schattige Gartenplätze bieten an heißen Sommertagen willkommene Abkühlung und laden zum Entspannen ein. Doch so angenehm sie auch sind – bei der Gartenplanung verlangen sie besondere Aufmerksamkeit. Nicht jede Pflanze gedeiht im Schatten, und auch die Lichtverhältnisse verändern sich im Tages- und Jahresverlauf. Wer die Eigenheiten schattiger Bereiche kennt und berücksichtigt, kann aus diesen oft unterschätzten Ecken echte Lieblingsplätze mit ganz eigener Atmosphäre schaffen.


Eine durchdachte Gartenplanung berücksichtigt nicht nur Formen und Farben – auch der Wechsel von Sonne und Schatten will gut durchdacht sein. Zu groß gewordene Gehölze können sonst wichtige Gartenbereiche zu stark beschatten.

Um Überraschungen zu vermeiden, lohnt es sich, einen sogenannten Schattenplan zu erstellen. Er zeigt, welche Flächen ganztägig oder nur zeitweise im Schatten liegen – besonders wichtig bei der Anlage von Terrassen, Gemüsebeeten oder Teichen.

Sonne, Halbschatten oder Vollschatten?

Nicht jede Pflanze verträgt jeden Standort. Wo dauerhaft Schatten herrscht, gedeihen nur lichtarme Arten. Halbschattige Zonen hingegen – etwa unter laubabwerfenden Bäumen – bieten in Frühling und Herbst noch genug Licht für viele Pflanzen.

Schatten ist nicht gleich Schatten

Hauswände werfen kalten, tiefen Schatten, der für viele Pflanzen ungeeignet ist. Unter Bäumen hingegen entsteht oft ein weicher Streuschatten – deutlich freundlicher für die Pflanzenwelt.

Kritisch sind Nordlagen oder Flächen unter großen Flachwurzlern wie Rosskastanien, Buchen oder Eschen. Diese Bäume entziehen dem Boden Feuchtigkeit, sodass sich andere Pflanzen hier schwer tun.

Schatten verändert sich mit den Jahren

Ein Garten lebt – und mit ihm auch der Schatten. Was heute sonnig ist, kann in ein paar Jahren unter einem mächtigen Kronendach liegen. Besonders im Winterhalbjahr, wenn die Sonne tief steht, verändern sich Lichtverhältnisse drastisch.

Schattengärten – still, kraftvoll, zauberhaft

Einige der schönsten und eigenwilligsten Gartenanlagen der Welt sind Schattengärten, wie die heimischen Wald-, die Dschungelgärten und die stimmungsvollen japanischen Anlagen. Sie bieten durch die hohen Bäume und Büsche noch ein besonderes Schauspiel: die grandiose Blüte von Zierkirschen, Magnolien, Rhododendren im Frühling und das Farbfeuerwerk der Laubfärbung im Herbst.

Licht ins Dunkel bringen

Auch dunkle Gartenecken können strahlen. Helle Pflastersteine, Möbel in sanften Tönen, reflektierende Wasserflächen oder Brunnen bringen Licht ins Spiel und schaffen Atmosphäre – auch im Halbschatten.

Farbenfrohe Blüten statt grauer Schatten

Schon im Frühling setzen Zwiebelblumen wie Tulpen oder Narzissen farbige Akzente. Im Sommer folgen Rhododendren, Hortensien oder Astilben. Die Auswahl für Schattenblüher ist größer, als viele denken.

Für den Schatten empfehlenswert sind u.a. Strauchveronika (Hebe), Schneeball, Fächerahorn, Skimmien, Kalmien, Mahonien, Pieris, Zwergmispel…. Aus dem Reich der Stauden gesellen sich Akelei, Fingerhut, Glockenblume, Herbstanemone, Johanniskraut, Lilien, Maiglöckchen, Salomonsiegel, Silberkerze, Storchschnabel, Tränendes Herz und Veilchen hinzu.

Blattschönheiten mit Wow-Effekt

Blattschmuck ist Trend – vor allem in halbschattigen Lagen. Funkien mit weißen Rändern, buntes Immergrün, Farne, Taubnesseln oder Buntnesseln bringen Tiefe und Struktur. Ihre Farben leuchten besonders intensiv im milden Licht.

Schattenpflanzen haben’s nicht leicht. Unter großen Bäumen konkurrieren sie um Wasser und Nährstoffe. Der Boden sollte daher gut gelockert, mit Kompost angereichert und eventuell mit einer Humusschicht vorbereitet werden – damit alles wächst und gedeiht.